Die Forderungen der Hungerstreikenden

(die Forderungen gelten sowohl für die Flüchtlinge aus Meck Pom als auch für die Flüchtlinge aus Hamburg)

  • Die Flüchtlinge wollen wissen warum sie länger als 3 Monate dort verweilen müssen

Die Flüchtlinge bekommen zuerst einen weißen Lagerausweis , der für eine Verweildauer von 3 Monate vorgesehen ist, danach bekommen die Flüchtlinge aus Meck. Pom. einen gelben Lagerausweis, der für eine Verweildauer von bis zu 24 Monate vorgesehen ist. Eine Begründung für die Verlängerung gibt es nicht.

  • Diejenigen, die länger als 3 Monate dort untergebracht sind, wollen raus
  • Diejenigen, die noch keine 3 Monate dort untergebracht sind, wollen einen qualifizierten Unterricht, um die deutsche Sprache zu lernen
  • Das Essen muss abwechslungsreicher und inhaltvoller werden
  • Die Möglichkeit, selbst zu kochen, wird dringend gefordert
  • Die med. Versorgung muss dringend verbessert werden
  • Es sollte eine Kleiderkammer eingerichtet werden
  • Eine kostengünstige Fahrmöglichkeit, um den Ort Boizenburg oder Lauenburg besuchen zu können
  • Kompetente Dolmetscher, vor allem für die Arztbesuche. Für Frauen sollte das eine Dolmetscherin sein
  • Den Minderjährigen sollte der Zugang zur Schule ermöglicht werden
  • Alle Repressionen bei dem Hungerstreiks sollten unterlassen werden

Repressionen während des Hungerstreiks am 17.09.2010:
Es wurden die Lagerausweise abgenommen
Es wurden die Zimmer der streikenden Flüchtlinge neu belegt, um die streikenden Flüchtlinge zu trennen
Diejenigen, die eine Arbeit im Lager hatten, haben ihre Arbeit verloren

  • Auch in der Zukunft keine Nachteile wegen Teilnahme am Hungerstreik
  • Sie wollen als vollwertige Menschen respektiert werden

Nostorf-Horst 20.09.2010

Die Forderungen können hier auf deutsch, Englisch, Farsi, Serbokroatisch und Türkisch heruntergeladen werden.

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