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sudanese-black lives still matter – Demonstration am 30.10.21

sudanese-black lives still matter - Demonstration am 30.10.21

Kundgebung vor der ZEA am Sonntag, 3. Oktober, 13:30 – 16:00

Kundgebung vor der ZEA (Camp) in Rahlstedt (Bargkoppelstieg 14)

13.30 bis 16 Uhr / 3. Oktober

Am Sonntag, den 3. Oktober, treffen wir uns von 13.30 bis 16 Uhr vor dem
Camp (ZEA Rahlstedt). Wir wollen zusammen laut sein, wir wollen zusammen
stärker sein und gegen Camps und Rassismus kämpfen.
Wir fordern, dass ALLE Camps geschlossen werden und Menschen in
Wohnungen mit privaten Zimmern, Küchen und Platz leben können.

Alle Menschen haben das Recht für sich zu entscheiden wo sie leben
möchten, wohin sie gehen – wir fordern, dass es für alle möglich ist,
dieses Recht zu leben!

Wir sagen NEIN zu Abschiebungen: Alle Abschiebungen stoppen!! Wir
kämpfen für offene Herzen und offene Grenzen, für ein solidarisches
Miteinander, für Bewegungsfreiheit, für ein Bleiberecht für Alle!

Wir, die Gruppe NINA: WomeN IN Action, bringen am Sonntag Essen für die
Menschen im Camp mit. Es wird ein offenes Mikrofon geben – alle können
sprechen – und es gibt Musik.
Wir freuen uns auf Euch! Bringt gerne noch etwas mit, z.B. Süßigkeiten,
Snacks, Kleidung, Kinderspielzeug, etwas worüber sich Menschen freuen.
Und eure lauten Stimmen.

Alle Lager schließen! Wohnungen für Alle! Alle Abschiebungen stoppen!


NINA – womeN IN Action / fraueN IN Aktion

Kontakt | Contact

Mail: women-in-action-hamburg@riseup.net
Blog: ninahamburg.blackblogs.org
FB: fb.com/fraueNINAktionHH/
Instagram: @frauen_in_aktionhh

Isolation beenden – das Ankommen fördern – faire Asylverfahren sicherstellen

05.09.2021 Kundgebung vor der ZEA Rahlstedt

jeden 1. Sonntag im Monat!
Bargkoppelstieg 14
13:30 Uhr

Anreise:
U1 bis zur U-Bahn Station Berne und dann mit dem Bus 275
zum Barkopppelweg oder Redderblock

65 Verbände und Organisationen, u.a. der Flüchtlingsrat Hamburg, Diakonie Deutschland, Deutscher Caritasverband, Paritätischer Gesamtverband, Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, PRO ASYL und die Landesflüchtlingsräte sowie das Cafe Exil fordern gemeinsam die Schließung von AnkER-Zentren und Einrichtungen mit ähnlicher Konzeption für die Aufnahme von in Deutschland ankommenden Geflüchteten.

Deren Schließung ist sofort geboten, weil der Aufenthalt dort die Menschen zermürbt und entrechtet werden. Das erklärte Ziel, die Aylverfahren zu verkürzen, wird nicht erreicht wird. Asylverfahren in diesen Einrichtungen dauern genau so lange wie in allen anderen Erstaufnahmeeinrichtungen, denn große Lager beschleunigen keine Asylverfahren. Das können nur hinreichend viele und gut qualifizierte Mitarbeiter*innen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Im Ankunftszentrum Rahlstedt werden Familien mit Kindern und Alleinstehende z.Zt. bis zu sechs Monate festgesetzt, Alleinstehende in Einrichtungen einiger anderer Bundesländer sogar bis zu zwei Jahre. Dort müssen sich, wie auch in einigen anderen Bundesländern, bis zu über 1000 Geflüchtete auf engstem Raum Mehrbettzimmer, sanitäre Anlagen und Gemeinschaftsräume teilen. Das Hamburger Ankunftszentrum ZEA 2 im Bargkoppelstieg kann mit bis zu 1140 Personen belegt werden! Die Menschen dort haben keine Privatsphäre und sind einer ständigen Kontrolle und Überwachung durch Sicherheitsdienste und Polizei ausgesetzt.

Kinder werden meist nur rudimentär direkt in den Lagern beschult, statt die umliegenden Regelschulen zu besuchen. Eine adäquate Kinderbetreuung für die jüngeren Kinder gibt es nicht. Kantinenessen, striktes Sachleistungsprinzip und Residenzpflicht schränken die Selbstbestimmung und die Bewegungsfreiheit der Menschen massiv ein. Zudem finden regelmäßig nächtliche Abschiebungen mit einem Großaufgebot der Polizei statt.

Geflüchtete, die zum größten Teil eine lange und schwere Flucht hinter sich haben, leben in ständiger Angst und werden der Gefahr einer Retraumatisierung ausgesetzt. Das betrifft in besonderem Maße vulnerable Geflüchtete, die trotz der in der EU-Aufnahmerichtlinie vorgeschriebenen Verpflichtung gar nicht erst identifiziert werden, geschweige denn eine adäquate Versorgung erhalten.

Ehrenamtliche Unterstützer- und Berater*innen, Freund*innen und Angehörige haben nur sehr erschwert oder gar keinen Zugang. Geflüchtete werden, wie im Ankunftszentrum Rahlstedt, oftmals ohne hinreichende unabhängige Rechtsberatung innerhalb kurzer Zeit durch die ersten Schritte des Asylverfahrens bis hin zur Entscheidung über den Asylantrag gepeitscht. Faire Asylverfahren sind unter solchen Umständen nicht möglich! Alle Probleme, die große Lager wie die AnkER-Zentren und Einrichtungen mit ähnlicher Konzeption mit sich bringen, werden zudem durch die Corona-Pandemie wie unter einem Brennglas noch weiter verschärft.

Wir akzeptieren keine Politik, die Geflüchteten weniger Rechte zugesteht! Wir gehen nach Rahlstedt, um ihnen unsere Solidarität zu zeigen und die Isolation zu durchbrechen.

Kommt alle und bitte tragt bei der Kundgebung Masken und beachtet die geltenden Abstandsregeln

Bundesweit fordern 65 Verbände und Organisationen:

1. Die Abschaffung von AnkER-Zentren und ähnlich konzipierten Einrichtungen sowie die gesetzliche Begrenzung der Zeit in einer Erstaufnahmeeinrichtung auf wenige Wochen, maximal drei Monate.

2. Wir wollen Erstaufnahmeeinrichtungen, die das Ankommen der Menschen in den Mittelpunkt stellen und sie bestmöglich auf das Asylverfahren und den Aufenthalt in Deutschland vorbereiten.

Dies beinhaltet:

Systematische Identifizierung von vulnerablen Personen und ihrer Bedarfe, Umsetzung der daraus folgenden Garantien im Asylverfahren und sozialrechtlichen Ansprüche;

Gewährleistung eines fairen Asylverfahrens; Sicherstellung einer erreichbaren, behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung für die gesamte Verfahrensdauer; Zugang von ehrenamtlichen Initiativen und hauptamtlichen Beratenden;

Krankenbehandlung im Rahmen der notwendigen medizinischen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen;

Kostenfreie Bereitstellung von Dolmetscherleistungen;

Möglichst wohnungsähnliche Unterbringung unter Wahrung der Privatsphäre; effektiven Schutz vor Gewalt; Möglichkeiten zur eigenständigen Organisation des Alltags und Abschaffung des Arbeitsverbotes;

Sozialleistungen, die das gesetzlich festgelegte Existenzminimum zur Führung eines menschenwürdigen Lebens nicht unterschreiten, ohne entmündigende Elemente wie die Sachleistungsversorgung;

Berücksichtigung der Wünsche der Betroffenen bezüglich des künftigen Wohnorts; Unterstützung bei der Suche nach spezifischen Beratungsstellen und Behandlungseinrichtungen an einem künftigen Wohnort;

Integration und soziale Teilhabe von Anfang an.

Isolation beenden – das Ankommen fördern – faire Asylverfahren sicherstellen

Wir stehen für die Rechte von geflüchteten Menschen, für ihren Schutz und ihre schnelle und umfassende Teilhabe an der Gesellschaft. Eine Unterbringungsform, die die Menschenwürde verletzt, zur Isolation führt und vor allen Dingen auf Abschiebung orientiert ist, ist ein Irrweg und schadet uns allen. Gemeinsam können wir eine gute Erstaufnahme umsetzen! Der neue Bundestag muss hierfür die gesetzlichen Voraussetzungen und förderliche Rahmenbedingungen schaffen.

Für Hamburg fordern wir: Ankunftszentrum Rahlstedt sofort schließen – Wohnungen für alle!

ZEA Rahlstedt schließen – Hotels öffnen

Wohnungen für Alle!

Kundgebung vor der ZEA Rahlstedt, Bargkoppelstieg 14

Sonntag, 6. Juni ab 13:30 h
und jeden weiteren 1. Sonntag im Monat!

Wir protestieren dagegen, dass Geflüchtete in der ZEA im Bargkoppelstieg in Kompartments
ohne Decke, die sich in großen Sälen befinden, untergebracht werden. Auch in anderen Sammelunterkünften müssen Geflüchtete nahezu immer in Mehrbettzimmern leben.

Sie essen und nutzen Sanitäreinrichtungen gemeinsam und haben keine Möglichkeit, Abstand zu wahren und sich und ihre Liebsten vor Corona zu schützen. Insbesondere Frauen mit kleinen Kindern und Schwangere sowie Menschen mit gesundheitlichen Problemen müssen sofort in Hotels und Wohnungen untergebracht werden. Ihre Leben zählen!

Wir akzeptieren keine Politik, die Geflüchteten weniger Rechte zugesteht. Wir gehen nach Rahlstedt um ihnen unsere Solidarität zu zeigen und die Isolation zu durchbrechen.

Die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung wie Innensenator Grote und Fördern&Wohnen müssen endlich handeln.

Bitte tragt bei der Kundgebung Masken und beachtet die geltenden Abstandsregeln

Wir brauchen eure finanzielle Unterstützung!

Seit unserem Umzug 2019 in die Hammer Straße bieten wir weiterhin unabhängige Unterstützung und Beratung für Menschen ohne langfristig gesicherten Aufenthalt – und dies direkt neben der Zentralen Ausländerbehörde in der Hammer Straße.Entry Cafe Exil

Dafür brauchen wir eure dauerhafte finanzielle Unterstützung.

Gerade in Zeiten wie der jetzigen Pandemie-Situation zeigt sich, dass Menschen ohne gesicherten Aufenthalt zu denen zählen, die am meisten von den Folgen der Pandemie betroffen sind. Eine Vielzahl an Beratungs- und Unterstützungsangeboten waren Pandemie-bedingt nur sehr eingeschränkt erreichbar oder haben ihr Angebot ganz eingestellt. Die Ausländerbehörde und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge schieben währenddessen weiter ab. Asylverfahren finden ohne Beratung und Aufklärung statt.

Umso wichtiger ist es direkt neben der Zentralen Ausländerbehörde weiter vor Ort zu sein und unabhängige Beratung anbieten zu können. Mit Organisation und gutem Infektionsschutzplan ist es uns gelungen, während dieser komplizierten Zeit durchgehend weiterhin geöffnet zu sein.

Das Café Exil finanziert sich komplett durch private Spenden, da nur so politische Unabhängigkeit zu gewährleisten ist. Aus diesem Grund nehmen wir keine Spenden von Parteien, staatlichen Einrichtungen oder von ihnen finanzierten Stiftungen an. Gerade diese Institutionen sind für die derzeitige Politik der Ausgrenzung und Abschiebungen verantwortlich.

Von euren Spenden decken wir grundlegende Kosten für Miete, Strom, Wasser, Telefon, Getränke, welche unabdingbar für die Unterstützung unserer Gäste sind! Alle Aktivist*innen des Café Exils engagieren sich unentgeltlich.

Wenn ihr euch eine Dauerspende vorstellen könnt dann macht bitte Folgendes:Überweist bitte auf dieses Konto:
Empfänger: VVN/BdA
IBAN: DE58 200 50 550 12111 26 923
BIC: HASPDEHHXXX (Hamburger Sparkasse)
Stichwort: „Info-Café“ (wichtig für die Zuordnung der Spende!)

Bitte schreibt zusätzlich in den Verwendungszweck eure Adresse rein, das vereinfacht die Ausstellung von Spendenbescheinigungen – ab 200 Euro im Jahr, für alle anderen Beträge reicht dem Finanzamt ein Kontoauszug.

Und Bitte überlegt euch, ob ihr Euren Jahresbetrag in einer Summe überweisen könnt (statt z.B. monatlich 15 Euro = lieber 180 Euro auf einen Schlag für das ganze Jahr), das würde uns mehr Planungssicherheit geben.

Teilt uns auch gerne eure neue Dauerspende kurz schriftlich (cafe-exil@antira.info) mit, damit wir einen besseren Überblick behalten können.

Auch bei Fragen oder weiteren Ideen zur Finanzierung unserer neuen Räume meldet euch gerne unter cafe-exil@antira.info

Vielen, vielen Dank vorab!

Kundgebung Sonntag 02.05.2021 13:30 ZEA Rahlstedt

Diesen Sonntag meldet das Café Exil die monatliche Kundgebung an der ZEA Rahlstedt an. Zusammen mit Aktivist*innen der Gruppen @fraueNINAktionHH, @solistadthamburg, @seebrueckehamburg, dem Flüchtlingsrat Hamburg und der Glasmoorgruppe.
break isolation rahlstedt ist und bleibt wichtig – solange auch diese Stadt meint grundlegende Rechte nicht anwenden zu müssen und z.B. die unabhängige Beratung zum Asylverfahren einfach selbst abstempelt….
 
Kommt Sonntag ab 13:30 bis 16:00 mit Maske und solidarischem Abstand aber Lust auf Gespräche und Vernetzung, Austausch und bereit zur Unterstützung zum Barkoppelstieg 14.
Diesen Sonntag meldet das Café Exil die monatliche Kundgebung an der ZEA Rahlstedt an. Zusammen mit Aktivist*innen der Gruppen @fraueNINAktionHH, @solistadthamburg, @seebrueckehamburg, dem Flüchtlingsrat Hamburg und der Glasmoorgruppe.
break isolation rahlstedt ist und bleibt wichtig – solange auch diese Stadt meint grundlegende Rechte nicht anwenden zu müssen und z.B. die unabhängige Beratung zum Asylverfahren einfach selbst abstempelt….
 
Kommt Sonntag ab 13:30 bis 16:00 mit Maske und solidarischem Abstand aber Lust auf Gespräche und Vernetzung, Austausch und bereit zur Unterstützung zum Barkoppelstieg 14.

Herzliche Einladung zur Neueröffnungsfeier des Café Exil am 6. Juni

Endlich ist es geschafft!
Das Café Exil öffnet ab dem 3. Juni wieder in unmittelbarer Nähe der Ausländerbehörde in neuen Räumlichkeiten in der Hammer Straße 10 in 22401 Hamburg-Wandsbek.
Nach fast 25 Jahren unabhängiger Beratung und solidarischer Begleitung in der Spaldingstraße nähe des Hauptbahnhofs ziehen wir voller Energie um.
Wir freuen uns sehr wieder dichter bei der Behörde zu sein und unsere Gäste wieder spontaner und schneller mal eben zur Behörde begleiten zu können.
Und das wollen wir am Donnerstag, den 6.Juni, ab 16 Uhr mit euch feiern!!!!
Kommt gern vorbei, egal ob ihr uns schon lange kennt oder neugierig seid, euch vernetzen oder einfach mit uns freuen wollt.
Ihr findet uns auf direktem Weg, von der U1 oder S1 /Haltestelle Wandsbeker Chaussee, zur Ausländerbehörde.
Wenn ihr Fragen habt schreibt uns gern unter: cafe-exil@antira.info
Wir freuen uns über euer Kommen zur Eröffnungsfeier oder auch in unseren Öffnungszeiten.

Das Café Exil braucht eure Solidarität!

In der Nacht vom 30. November auf den 01. Dezember wurde das Schaufenster des Café Exils eingeschlagen. Da die Fensterscheiben der umliegenden Läden unbeschädigt sind, glauben wir nicht daran, dass es zufällig ausgerechnet uns getroffen hat. Weil es momentan aber weder Zeug*innen noch andere Anhaltspunkte zur Täter*in gibt wird sich aber möglicherweise nie komplett klären lassen wie es zu unserem kaputten Schaufenster kam.

Was bleibt, ist ein mieses Gefühl.
Neben dem Schock über den Schaden an unserm Raum kommt nun leider auch der finanzielle Schaden. Wir müssen die Kosten in Höhe von ca. 1200 Euro für den Austausch der Scheibe selber tragen.

Die Reparaturkosten kommen zu einem Zeitpunkt, an dem wir durch unseren anstehenden Umzug ohnehin um eine Sicherung der Finanzierung der neuen (höheren) Raummiete kämpfen. Deshalb brauchen wir jetzt eure Solidarität!
Egal ob Soliparty oder Spende (egal, ob ein Betrag oder monatlich kleine Beträge), wenn ihr eine Möglichkeit habt uns finanziell zu unterstützen, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt!

Aber auch wenn ihr eure Zeit investieren wollt, könnt ihr helfen!

Wir suchen zusätzliche Schichtende, um unsere Gäste solidarisch bei Behördengängen, Anhörungen und Alltagsproblemen zur Seite zu stehen!

Kontoverbindung:
Empfänger: VVN/BdA
IBAN: DE 58/ 200 50 550 12111 26 923
Stichwort: Cafe Exil ( wichtig für die Zuordnung der Spende)
… oder ihr schmeißt Bargeld direkt bei uns im Café in die Spendenbox!

Wenn ihr Interesse habt uns in den Schichten zu unterstützen dann schreibt an cafe-exil@antira.info!

 

Nach wie vor gilt:
Kein Mensch ist illegal, Bleiberecht überall!

Dringender Spendenaufruf

Liebe Genoss*innen, Liebe Freund*innen, Liebe Sympathisant*innen,

wir brauchen eure finanzielle Unterstützung!

Für neue Räumlichkeiten…direkt neben der Ausländerbehörde

und zwar nicht nur einmal kurz, sondern auf Dauer. Denn es geht um die Mietkosten des Café Exil für neue Räume.

Im Dezember 2016 ist das Einwohner-Zentralamt, die Ausländerbehörde für alle Menschen ohne langfristig gesicherten Aufenthalt, vom Münzviertel nach Wandsbek umgezogen. Seitdem sind wir mit dem Café Exil nicht mehr in unmittelbarer Nähe der Behörde. Das hat sich sehr auf unsere Arbeit ausgewirkt.

Zu unserem Arbeitsfeld zählen neben der solidarischen Unterstützung vor allem die Beratung und Begleitung der Menschen im Asylverfahren und bei unsicherem Aufenthaltsstatus. Wir unterstützen und beraten bei der Familienzusammenführung, Dublin-Fällen oder der Verlängerung des Aufenthaltes. Für diese primären Tätigkeitsfelder ist die Nähe zum Einwohner-Zentralamt, wo die meisten dieser Prozesse vonstatten gehen, sehr hilfreich.

Nun haben wir endlich neue Räume direkt neben der Ausländerbehörde gefunden!

Doch leider ist die neue Miete sehr viel teurer als unser alter (25 jähriger) Mietvertrag. Wir müssen nun fast 3x so viel Miete zahlen.

Hier ist eure finanzielle Unterstützung gefragt!

Das Café Exil finanziert sich komplett durch private Spenden, da nur so politische Unabhängigkeit zu gewährleisten ist. Aus diesem Grund nehmen wir keine Spenden von Parteien, staatlichen Einrichtungen oder von ihnen finanzierten Stiftungen an. Gerade diese Institutionen sind für die derzeitige Politik der Ausgrenzung und Abschiebungen verantwortlich.
Von diesen Spenden decken wir grundlegende Kosten wie z.B. Miete, Strom, Wasser, Telefon, Getränke etc. ab, welche unabdingbar für die Unterstützung unserer Gäste sind! Alle Aktivist*innen des Café Exils engagieren sich unentgeltlich.

Also: Spendet massenhaft!

Uns ist jede Spende willkommen, aber natürlich wären Dauerspenden, die verlässlich und kontinuierlich kommen für die Absicherung der Miete sehr hilfreich.

Für Spenden über 200 € stellen wir gern eine Spendenbescheinigung aus. Für Beträge unter 200 € genügt der Überweisungsbeleg.

Wenn ihr euch eine Dauerspende vorstellen könnt und eine Spendenbescheinigung braucht, dann macht bitte folgendes:

überweist einen Jahresbeitrag (z.B. 12 x 15 Euro = 180 Euro anstatt monatlich 15 Euro)

und gebt in dem Verwendungszweck zusätzlich eure Adresse an, dies vereinfacht einiges beim Ausstellen der Spendenbescheinigungen.

Den Dauerauftrag richtet ihr dann gerne ein für unser Konto:


Empfänger: VVN/BdA
IBAN: DE58 200 50 550 12111 26 923
BIC: HASPDEHHXXX (Hamburger Sparkasse)
Stichwort: „Info-Café“ (wichtig für die Zuordnung der Spende!)

Um sicherzustellen, dass durch neue Dauerspender*innen eine baldige Kündigung der bestehenden Räume und eine Neuanmietung zum Anfang des Jahres möglich ist, bitten wir euch, uns eure neue Dauerspende kurz schriftlich (cafe-exil@antira.info) mitzuteilen.

Auch bei Fragen oder weiteren Ideen zur Finanzierung unserer neuen Räume meldet euch gerne per mail.

Vielen, vielen Dank vorab!

 

Welcome United Parade 29.09.2018

Aufruf zu WELCOME UNITED (Quelle: https://www.welcome-united.org/de/aufruf/)

GEGEN ABSCHIEBUNG, AUSGRENZUNG UND RECHTE HETZE –
FÜR BEWEGUNGSFREIHEIT UND GLEICHE RECHTE FÜR ALLE!

Der 29. September 2018 ist schon jetzt der schönste Tag des Jahres. Er wird unser Tag. Wir sind viele, wir sind verschieden und wir kämpfen jeden Tag vor unserer Haustür. Im September kommen wir alle zusammen. Wir kommen nach Hamburg, mit Autos, Zügen und Bussen. Aus Dörfern und Städten, aus Lagern und Camps, von Willkommensinitiativen und Hilfsorganisationen, von Baustellen, Schulen und Unis. Mit Lautsprecherwägen, Performances, Texten, Musik und Karneval verjagen wir die Kälte, den Rassismus, die Herzlosigkeit aus den Straßen der Stadt. Gemeinsam zeichnen wir ein Bild auf der Straße: das Bild unserer Freundschaft, das Bild eines solidarischen, vielfältigen und angstfreien Lebens. Wenn wir uns bewegen, bewegt sich die Welt!

Aufruf zur antirassistischen Parade in Hamburg, 29. September 2018

UNITED AGAINST RACISM

Gegen die Lügen!

Die Geschichten, die uns jeden Tag verkündet werden, sind nicht zu ertragen. Sie sind eine Beleidigung und sie sind gelogen. Es wird gesagt, das Problem sind Geflüchtete, während sie im Mittelmeer ertrinken. Es wird gesagt, dass die Grenzen der Integrationsfähigkeit erreicht sind, während ein rassistischer Mob völlig ungeniert im Bundestag und auf der Straße tobt. Es wird ausgerechnet, dass die „Kosten der Integration“ steigen, während uns Sprachkurse und Arbeit verweigert und Unsummen für Abschiebebürokratie und Schikanen ausgegeben werden. Es wird von Gewalt geredet – und währenddessen werden Kinder aus ihren Betten und Schulklassen entführt, um sie in völlig fremde Länder abzuschieben.

Es ist leicht uns zu beschimpfen und auszuschließen, denn viele von uns sind sowieso ganz unten. Wir sind vor Krieg, Hunger, Armut und Elend geflohen. Viele von uns kamen, weil der globale Kapitalismus unsere Leben zerstört hat. Unsere Familien dürfen nicht kommen, weil unsere Liebe und unsere Sehnsucht hier nichts bedeuten. Die Regierung will die Grenzen schließen und uns in neue Lager stecken. Wir wollen ganz sicher kein Mitleid, wir sind Menschen, keine Opfer. Aber wir sagen: Hier zeigt sich, wie demokratisch diese Demokratie ist. Nicht die Boote auf dem Mittelmeer sind eine Gefahr für uns alle, sondern der in ganz Europa tobende und mordende Rassismus.

Das Problem heißt Rassismus!

Im Jahr 2017 sind über 3.000 Menschen auf dem Mittelmeer gestorben oder verschwunden, weil sie Europa erreichen wollten. Ihr Tod war nur eine Kurznachricht wert. Die Namen der Toten bleiben ungenannt. In Deutschland wurden im gleichen Zeitraum 2.200 Angriffe auf Unterkünfte von Geflüchteten gezählt. 180 Mal wurden solidarische Helfer*innen angegriffen. 950 Mal traf es Muslime und muslimische Einrichtungen. 1.453 antisemitische Straftaten wurden registriert. Über 5,5 Millionen Wahlberechtigte wählten bei der letzten Bundestagswahl die offen rassistische AfD. Und wir haben den NSU noch lange nicht vergessen, der jahrelang unbehelligt morden konnte.

Daran denken wir, wenn gesagt wird, Deutschland werde immer gefährlicher. Denn mal ehrlich: Wer sitzt in den Unterkünften und hört, wenn nachts die Scheiben klirren? Wer wird auf der Ausländerbehörde schikaniert? Wer wird in illegalen Jobs und in unbezahlten Praktika ausgebeutet? Wer putzt die Teller, die Toiletten und die Eigenheime? Wer lebt und arbeitet seit Jahrzehnten hier und bleibt doch immer nur „Gast“? Nein, für uns geht keine heile Welt unter, weil die AfD jetzt mit 13% im Bundestag sitzt.

Die Wahrheit geht anders!

Wir stehen jetzt auf. Erneut und nicht zum letzten Mal. Gegen diesen rassistischen Irrsinn, gegen diese verdrehte Welt, gegen diese herzlose Heimat, gegen die eingemauerte Gemeinschaft, gegen die Politik der Ausgrenzung. Wir trennen uns nicht und lassen uns nicht spalten. Ob „Deutscher“ oder „Ausländer“, ob „Flüchtling“ oder „Sachse“, ob aus Dortmund oder Damaskus, ob aus Afrin oder Athen, ob aus Kabul oder Kassel: Das ist uns schon lange egal. Es geht um uns alle. Es geht darum, wie und in welcher Gesellschaft wir miteinander leben wollen.

Wir haben längst angefangen, eine andere Welt zu bauen. Wir haben bei uns begonnen. Unsere Türen stehen offen. Egal woher wir kommen, wir kennen einander, wir haben unsere Telefonnummern, wir sind lebendige Anlaufstellen, sind alle längst Expert*innen und Freund*innen geworden. Mit jeder gemeinsam erledigten Aufgabe und durch gegenseitige Hilfe sammeln wir neue Stärke. Ob bei der Behörde, auf dem Rettungsboot im Mittelmeer, beim Jobcenter, bei der Wohnungsbesichtigung oder in der Schule. Wir werden nicht aufhören, alte und neue Machtstrukturen und das weltweite System des Kolonialismus zu bekämpfen. Wir verteidigen unsere Körper und unsere Würde – gegen Sexismus, Rassismus und jede Art von Gewalt!

Grenzen einreißen!

Was wir miteinander erleben, ist wichtig und groß. „Welcome United“ in Berlin im September 2017 war ein Fest und ein Anfang. Wir haben für unsere Stimme und unsere Rechte demonstriert, aber viel wichtiger noch – wir haben uns selbst neu gefunden: Wer und wie viele wir sein können. Und wir haben gezeigt, dass wir Städte und Viertel, unsere Freund*innen und Nachbarn, Grenzen und Horizonte bewegen können. Lasst uns weitermachen und neu beginnen. Keine Angst mehr. Keine Schreckstarre. Kein Alleinsein. Keine Unterwürfigkeit. Wir gehen auf die Straße, weil wir eine Zukunft wollen. Eine Zukunft für alle.

Darum wollen wir uns wieder versammeln: zu einer großen Parade des Antirassismus und der Solidarität in Hamburg. Es mag die Zeit des Egoismus, der Kälte und des Rassismus sein. Es mag schönere Zeiten geben, aber diese ist unsere. Das, was jetzt passieren muss, hat längst begonnen. Wir sind viele – und viel mehr, als wir denken.

Wir rufen auf zur bundesweiten Demonstration am 29. September in Hamburg.

Kommt alle zur Parade für Teilhabe, gleiche Rechte und Solidarität

We’ll Come United!

Café Exil

Hammer Straße 10
22041 Hamburg
Tel: 040 23 68 216 oder
040 88 23 86 82
Fax: 040 63 67 31 02
Öffnungszeiten:
Mo, Di 8-14h
Do 15:30-18h
Fr: 9-13h nur für FRAUEN / women-only
Mi: geschlossen