Aufnahmestopp beim KJND und andere Missstände in der Feuerbergstraße

Jugendliche berichteten uns vorm Kinder- und Jugendnotdienst (KJND) in der Feuerbergstraße, dass ankommende minderjährige Flüchtlinge, die um Schutz bitten, einen Zettel mit Adressen von Moscheen in Hamburg erhalten hätten und aufgefordert wurden, dort um Hilfe zu bitten. Diese Berichte bestätigen die Recherchen des NDR, der am 02.09.2014 im Hamburg Journal einen Bericht dazu ausstrahlte.

Auch die taz.de ist inzwischen auf das Thema aufmerksam geworden.

Es ist im Grunde keiner weiteren Erklärung bedürftig, wie schockierend es ist, dass der KJND – das ND steht für NOTDIENST – seiner Kernaufgabe nicht nachkommt.

Wobei auch die Frage gestellt werden muss, was in der Zeit des Aufnahmestopps mit Kindern aus deutschen Familien passiert, die in eine Notlage geraten. Werden die auch abgewiesen?

Wenn gleich immer auf Überbelegungen in der Flüchtlingsunterbringung allerorten verwiesen wird, so ist die Gestaltung dieses Aufnahmestopps auch im dem Kontext zu bewerten, wie sonst mit den Jugendlichen beim KJND umgangen wird. Das fängt bei Mängeln in der Essensversorgung an und hört bei der fehlenden rechtlichen Aufklärung nicht auf. Wir vom Infomobil Hamburg haben nun zum zweiten Mal in diesem Jahr unsere Beobachtungen und die Berichte der Jugendlichen zusammengetragen und der Trägeraufsicht einen Brief geschrieben. Mit der Benachrichtigung der Fraktionen in der Hamburgischen Bürgerschaft hoffen wir, dass der angemessene Umgang mit jugendlichen Flüchtlingen endlich die Aufmerksamkeit erlangt, den er verdient.

Unseren ersten Brief aus dem Brief vom März 2014 sowie das Antwortschreiben gibt es hier.

 

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